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Freihand Panorama

Ein spannendes Thema ist heute bei der Fotochallenge angesagt: Es soll ein freihändiges Panorama entstehen. Wie gut, dass ich erst vor zwei Wochen eines aufgenommen habe…

Panoramen lassen sich am besten mit einem Stativ und einem Panoramakopf oder einem Kopf mit Skala erstellen. Mittlerweile erlaubt es die Software mancher Kameras auch auf Knopfdruck durch Schwenken ein Panorama aufzunehmen. Doch heute geht es darum ganz ohne Hilfsmittel ein Panorama zu erstellen.

Hochformatige Einzelaufnahmen liefern die besten Resultate.

Oben zeige ich euch drei einzelne Aufnahmen aus meiner Feldarbeit. Am besten lassen sich Einzelaufnahmen zu einem Panoramabild verarbeiten wenn man die Fotos im Hochformat aufnimmt und die Szene von einer zur anderen Seite „scannt“.

Wichtig ist auch eine gewisse Überlappung der Bildbereiche um später identische Punkte zur Verknüpfung zu haben. Meistens überlappen sich meine Bilder zwischen 30% und 60% – als Orientierung verwende ich z.B. einen speziellen Fokuspunkt und drehe mich dann an Ort und Stelle immer soweit bis ich die gewünschte Überlappung erreicht habe.

Apropos Fokus: Es empfiehlt sich den Fokus mit möglichst kleiner Blende (f/11 o.ä.) auf das Hauptmotiv zu legen und dann auf manuellen Fokus zu stellen. So bleibt die Schärfeebene gleich.

Die obigen drei Bilder stammen aus einer Serie von 13 Aufnahmen, die ich mit dem Programm PTGui zu einem Panorama verrechnet habe. So sieht dann das Ergebnis aus:

Übrigens lässt sich die Technik nicht nur dazu verwenden einen breiten Bildbereich zu generieren. So hatte ich im vergangenen Jahr einen Fotoauftrag, bei dem ein 3 mal 5 Meter großer Druck erfolgen sollte. Um die nötige Pixeldichte zu erreichen habe ich das Motiv (eine Landschaft) in hochformatigen Aufnahmen über mehrere Zeilen hinweg aufgenommen. Insgesamt 400 Einzelbilder mit 300mm Brennweite habe ich so miteinander verrechnet um ein Foto von 48691 Pixel auf 20991 Pixel zu erzeugen. In dem Beispiel stand ich 2km von einer Reklametafel entfernt, deren Aufdruck man im vollen Bild problemlos lesen konnte:

Hier ist das komplette Bild (komprimierter Screenshot) zu sehen. In rot habe ich den etwaigen Rahmen für den 100% Crop nebenan gezeichnet.

Zoomt man auf 100% der Bildgröße, kann man Dachziegel im Dorf zählen oder die Telefonnummer der örtlichen Pizzeria auf der Reklamebande lesen, die etwa 2km weit vom Aufnahmeort entfernt steht.

Mit Panoramen zu arbeiten macht viel Spaß. Um hochwertige und zuverlässige Qualitätsaufnahmen zu fertigen sollte man allerdings vorausplanen und wissen was man tut. Die Fehler melden sich immer erst in der Endkontrolle.

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