Gezielte Kamerabewegung

von Nico

In der Regel achtet man beim Fotografieren auf eine möglichst stabile Kamerahaltung, schließlich soll das Bild ja nicht verwackelt werden. Bei “ICM” (Intentional Camera Movement) ist es genau anders: Während der Belichtung wird die Kamera bewegt.

Diese Technik habe ich bereits im Projekt aus Woche 30 eingesetzt – auch bei der 365 Tage Challenge war das Thema dran. Die Ergebnisse sind meist sehr zufällig, daher braucht es entsprechend viele Anläufe, bis ich zufrieden bin.

Ich bin am Böglweiher, an dessen Ufern auch eine “Transrapid”-Teststrecke steht, auf Motivjagd gegangen. Das Wasser war an dem Tag weniger in Bewegung als gedacht, aber der Wind der Tage davor hat auch abgeflaut.

Trotzdem bin ich fündig geworden. In der langsam untergehenden Sonne hat ein Schilffeld am Ufer schön geleuchtet. Da es doch noch recht hell war und ich keinen ND-Filter dabei hatte um die Szene künstlich abzudunkeln, war meine längste sinnvolle Belichtungszeit bei 0.5 Sekunden.

Während ich die Kamera möglichst parallel zu den Schilfhalmen auf und ab schwenkte, habe ich den Auslöser betätigt. Bis ich die Wasserlinie als Symmetrieachse erwischt habe, so wie ich es wollte, vergingen bestimmt zwanzig Versuche – gut dass ich nicht mit Film fotografiere! 😉

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