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Kopfloses Porträt

Manchmal laufen wir ja alle ein bisschen kopflos durch die Gegend. In der Fotoaufgabe des Tages ist ein Porträt ohne Kopf gefragt. Dazu habe ich mal wieder ins Archiv geblickt, denn genau so ein Bild habe ich letztes Jahr gemacht.

Bei der Arbeit bin ich natürlich immer 100% bei der Sache, auch wenn der Kopf hier fehlt.

Als Vermessungsingenieur arbeite ich auch am Objekt selbst – wie hier bei einer Absteckung (Details dazu erkläre ich demnächst in einem separaten Artikel) an einer Betonmauer. Oft knien wir irgendwo herum und machen unsere unscheinbaren Markierungen auf Bodenplatten, Mauern, Rohre oder Gleise. Millimetergenaues Arbeiten erfordert hohe Konzentration und Sorgfalt.

Auf dem Weg zum genauen Objektpunkt kann ein Millimeter manchmal so groß wie ein Kilometer wirken und so tastet man sich an den Ort heran, an dem die Koordinatenabweichungen auf dem Display 0.000m anzeigen.

Präzisionsarbeit am Bau

Das Teil in meinen Händen ist ein sog. Prisma (Retroreflektor), dessen innerer Aufbau so gestaltet ist, dass das eintreffende Licht stets in die gleiche Richtung zurückgeworfen wird. Wir benutzen das zur Distanzmessung zwischen Messinstrument und zu vermessendem Objekt.
Durch die Messung von (schrägen) Distanzen, vertikalen und horizontalen Richtungen können wir so die Position des Mittelpunkts des Prismas im Raum bestimmen – immer in Bezug auf das Messinstrument. Indem wir solche Messwerte zu bekannten Punkten aufzeichnen, können wir unser Messinstrument im Raum positionieren und orientieren. So arbeiten wir uns von groß nach klein.

Hier noch die Daten zum Bild
ISO50, 26mm, f/2.8, 1/200s mit meiner Canon EOS 6D Mark II und dem EF 16-35mm f/2.8L III USM.

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