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Cosmo und Lu auf Hochglanz gebracht

Vergangene Woche durfte ich Rahmen eines #Cranespotting Events der Deutschen Lufthansa und des Flughafen München die frisch umgespritzte Lima Unicorn zusammen mit anderen Planespottern begrüßen. Die 22 Jahre junge Airbus A319-114 wurde innerhalb von zwölf Tagen in Norwich, England, umlackiert.

Seit einigen Jahren ist die A319 mit der Kennung D-AILU mit Stickers der beiden Lufthansa Maskottchen „Lu“ und „Cosmo“ beklebt. Im Zuge der Umlackierung der Flotte wurde nun auch die A319, die nach der Stadt Verden getauft ist, in die neue Corporate Identity der Airline überführt.

Verglichen mit der bisherigen Lackierung, sind die Maskottchen dieses Mal nicht als Sticker aufgebracht, sondern direkt auf den Flieger lackiert. Deswegen hat das Prozedere mit zwölf Tagen auch entsprechend länger gedauert als es bei einer „normalen“ Umlackierung einer A319 dauern würde. Immerhin 600 Liter Farbe wurden auf dem 33.84m langen und bis zu 12m hohen Blechvogel verteilt. Ist der Anstrich getrocknet, bringt die LU satte 260kg mehr auf die Waage.

Zuerst wurde der alte Lack mit Entlacker, Schleifmaschinen und Sandpapier entfernt. Nach der weißen Grundierung haben die fleißigen Hände dann erst Blau gemacht bevor die weiteren Farben (beispielsweise Schwarz für die StarAlliance und die Deutschlandflagge (neben Rot und Gold natürlich) aufgetragen wurden. Zudem ist die Europaflagge abgebildet.

Die Maschine ist in München stationiert und leistet dort gute Dienste für die Lufthansa. Übrigens ist der Münchner Flughafen auch ein wichtiger Standort der Airline. Mit der modernen Flotte fliegt die Kranichlinie mit 50% geringeren Lärmemissionen und rund 20% weniger CO2 Ausstoß. Bis Ende des Jahres sollen hier neun Airbus A320neo stationiert werden.

Die Pläne sehen außerdem vor, dass zum Sommerflugplan 2020 zwei weitere Airbus A380 ab München fliegen. Insgesamt sieben Exemplare der größten Passagiermaschine bedienen fünf Strecken (Peking, Shanghai, Los Angeles, San Francisco, Boston) vom Flughafen im Moos.

Grund für die Umstationierung aus Frankfurt dürften u.a. die Passagierzahlen sein, die in München 2019 um 2.5% zugelegt haben (zum Vergleich in Frankfurt war das Plus lediglich bei 0.4%).

Ein spannender Tag beim Cranespotting

Das Programm startete für uns Planespotter (mehr dazu auf meinem Instagram-Account unter @rwythrpy) um 13 Uhr. Nach einem kurzen Meet & Greet und dem Abholen der Besucherausweise ging es durch die Sicherheitskontrolle direkt an die Nordbahn, auf der unser Flieger erwartet wurde. Bei schönstem Wetter landete die Maschine dann pünktlich aus Tallinn.

Gleich auf den ersten Blick fällt auf, dass auf dem Flieger auch nicht mehr „Lufthansa“, sondern „Luhansa“ steht. Ein Querschuss auf Cathay Pacific oder einfach nur eine tolle Idee? Das sei nun jedem selbst überlassen – jedenfalls passt das ganz gut. Im Übrigen steht auch in klein neben der Türe noch „Lufthansa“, also würde ich auf Option zwei meiner Überlegung oben tipppen.

Bis die Passagiere ausgestiegen waren, haben wir uns die Zeit mit dem Spotten weiterer Maschinen vertrieben, ehe uns der Crewbus zur Parkposition am Vorfeld Ost gefahren hat. Dort angekommen, hatten wir alle Zeit der Welt um uns die frisch lackierte Lima Unicorn aus nächster Nähe anzusehen (ja, wir durften sie sogar anfassen ;-)). Die untergehende Sonne hat für ein atemberaubendes Licht gesorgt. Hier sind nun ein paar Fotos vom Tag:

Da die Maschine am Abend aber schon ihren nächsten Einsatz hatte und sie ja auch noch auf den Flug vorbereitet werden musste, hat uns das Team von Lufthansa und Flughafen noch zur EFM geführt. Die Jungs und Mädels der „Gesellschaft für Enteisen und Flugzeugschleppen am Flughafen München“ leisten das ganze Jahr über – und natürlich jetzt im Winter – eine großartige Arbeit und sie sorgen dafür, dass wir sicher und pünktlich in die Luft gehen. „Sigi“, vielleicht besser als @pusher_eddm bekannt, hat alle unsere Fragen rund um Enteisung und Schleppen beantwortet und uns sogar die Einsatzzentrale gezeigt.

Die Zeit verging wie im Fluge und wir mussten wieder zur Startbahn. Leider war die Sonne schneller hinter dem Horizont verschwunden als wir dachten und so hieß es Umdisponieren. Selbst die scheinbar kurzen Wege können am Flughafen auch mal länger werden und wir erreichten die Parkposition gerade noch rechtzeitig zum Pushback, sodass wir Cosmo und Lu noch zuwinken konnten, ehe sie auf ihrer A319 in Richtung Paris davonflogen.

Ein sehr schöner und informativer Tag am Flughafen München ging damit auch zu Ende. Nette Kontakte und persönliche Eindrücke von Leuten, die man sonst nur aus den Social Media kennt, wurden gewonnen und naütlich gab es auch phenomenale Gelegenheiten und Perspektiven, die man als Planespotter außerhalb des Zauns nicht alle Tage hat.

Vielen Dank an das Team von Lufthansa und vom Flughafen für das tolle Event.

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