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(Un)sichtbare Linien

Wenn Schatten fallen, kommen manche Strukturen des täglichen Lebens erst zum Vorschein. So selbstverständlich viele Gegenstände auch sind, oft nehmen wir sie gar nicht richtig wahr.

Beispiele für die (un)sichtbaren Linien gibt es viele: Geländer, Zäune, Stromleitungen, Hopfengärten, Rankhilfen, Stützen, Dachkonstruktionen…

ISO 160, 24mm, f/11, 1/400s

Oder zum Beispiel Flucht- und Rettungstreppen. Diese hier, am Campus Weihenstephan, besteht aus Gitterstahl und zur richtigen Tageszeit entstehen in Verbindung mit Kaiserwetter diese tollen Muster am Boden darunter.

Ein bisschen chaotisch wirkt das Wirr-Warr aus Gitter, Streben und Pflastersteinen ja schon. Deswegen habe ich mich auch für ein anderes Motiv als Bild des Tages entschieden.

Leicht fiel es mir definitiv nicht, die Aufnahme zu verwerfen. Aber sie ist mir einfach ein wenig zu unruhig.

Ganz anders wirkt das hingegen in der Fotografie, die ich mir am Ende ausgesucht habe. Im warmen Abendlicht werden die Schatten deutlich auf die Stützmauer geworfen. Die Linien führen bergauf und bilden eher eine einladende Szene.

ISO 100, 70mm, f/4, 1/640s

Außerdem verleiht die Grünfläche vor der Wand dem Bild eine gewisse Heimeligkeit. Somit haben die Geometrie der (un)sichtbaren Linien und die Farbgebung meine Entscheidung beeinflusst.

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