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Ein öder Ausblick?

Ob ein Ausblick öde ist oder nicht hängt immer vom Betrachter ab, finde ich. Auch eine Hauswand gegenüber kann interessant wirken. In der heutigen Fotoaufgabe geht es um auf den ersten Blick langweilige Ansichten in der Nachbarschaft.

Was für die einen nur eine graue Betonwand ist, kann für andere ein bauliches Kunstwerk sein. Und das ist auch gut so, denn wenn jeder den gleichen Geschmack hätte, würde unsere Welt wirklich langweilig aussehen…

Ich möchte euch zwei Ausblicke vorstellen – einer öder als der andere 😉

Eine vielbefahrene Straße

ISO 400, 16mm, f/11, 1/640s

Hier fahren tagtäglich hunderte oder gar tausende Fahrzeuge vorbei und richtig ruhig ist es an der Kreuzung eigentlich auch nicht.

Trotzdem stehen gleich drei Sitzbänke da, von denen aus man einen herrlichen Blick auf die Blechlawinen hat.

Doch der Ausblick wirkt im Ganzen betrachtet öde. Nach ein paar Minuten kann man aber doch das eine oder andere interessante Detail entdecken.

ISO 400, 35mm, f/11, 1/640s

Mit einer größeren Brennweite holt man sich eine detaillierte Szene in den Blick. Jetzt erkennt man schon ein bisschen mehr Inhalt und wenn man sich nun auch vorstellt dass alles grünt und blüht…

ISO 400, 105mm, f/11, 1/500s

Objektivwechsel und zoom auf 105mm Brennweite. Jetzt erkennt man die Reklameuhr und vor allem den Bären, der im Rosenbusch steht.

Bei 200mm kann man sogar lesen, was auf dem Bären geschrieben steht. Der Stadtgärtnerei Freising ist dieser gewidmet.

So wie hier, stehen an vielen Stellen der Stadt Freising ähnliche Bären. Mit unterschiedlichen Motiven bedruckt. Auf seinem Bauch hat dieser hier z.B. „Rosenstadt Freising“ stehen – daher steht er auch im Rosenbusch.

Mit den Bären hat es auch noch viel mehr auf sich. Der heilige Korbinian, Gründer des Bistums Freising, zog einst über die Alpen nach Rom. Dabei riss ein Bär sein Lastentier. Korbinian gelang es, den Bären zu zähmen und als Strafe für sein Tun hat Korbinian dem Bären sein Gepäck aufgebürdet. Als er in Rom ankam, ließ er der Sage nach den Bären frei.

Doch zurück zum öden Ausblick: Auf den ersten Blick öde (vor allem bei wenig Vegetation), kann es sich doch lohnen mal kurz innezuhalten und die Umgebung auf sich wirken zu lassen.

Ein bisschen anders verhält es sich bei dem zweiten Ort der Ödnis. Dem nun folgenden Ausblick kann ich leider nichts abgewinnen. Aber auch hier: Man kann sich umdrehen und hat dann ein paar Meter mehr Luft bis zur nächsten Wand.

Ein ziemlich öder Ausblick… ISO 200, 16mm, f/8, 1/25s

Bis auf den Farbklecks und die Maserung der Holzbänke finde ich diesen Ausblick tatsächlich öde. Wie siehts bei euch aus?

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