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Lieblingscover

Für die heutige Fotoaufgabe galt es, das Cover meines Lieblingsalbums nachzustellen. Derzeit ist das „No place is home“ von Welshly Arms. Leider habe ich keine pompösen Beschläge an unseren Türen, die dem Cover gerecht würden. Also habe ich mich für ein Cover aus den 1980ern entschieden.

Doch nicht nur der Lead Sänger begeistert mit seiner Stimme. Bri und Jon Bryant haben in den Vocals neben ordentlich Volumen auch eine klasse Präsenz.

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten die Gruppe wieder live zu sehen. Mittlerweile kamen auch ein paar neue Lieder dazu. Mal sehen wanns so weit ist.

No place is home

Zweimal durfte ich die Band bisher live erleben. Die Stimme von Sam Getz ist einfach der Hammer und das vor allem live. Die Band aus Cleveland, OH, hat für mich einen ganz besonderen Klang und sie haben mich seit vier Jahren als Fan.

Konzert 2019 in der Muffathalle
Konzert 2018 im Strom

Schade, dass unsere Türbeschläge so langweilig sind. Es hätte Spaß gemacht das Cover nachzustellen. Also habe ich mich nach Alternativen umgesehen und dabei bin ich auf drei Möglichkeiten gestoßen: Pink Floyds „The Darkside of the moon“, „BANG“ von Mando Diao und „British Steel“ von Judas Priest.

Pink Floyd musste ich in Ermangelung eines geeigneten Prismas leider streichen und so entschied ich mich am Ende für Judas Priest. Das Cover von Mando Diao wäre cool gewesen, aber die GoPro eignet sich für Fotoaufnahmen nicht so gut, finde ich.

Jetzt wo das Motiv gefunden ist, stellt sich noch die Frage der Umsetzung. Rasierklingen habe ich daheim, weil ich mich von Zeit zu Zeit mit einem Rasiermesser mit Wechselklingen rasiere.
Der Hintergrund sollte möglichst dunkel bis schwarz sein, die Klinge aber nicht. In einem ersten Schritt habe ich also mit der manuellen Belichtung herumprobiert und den optimalen Platz für das Blitzlicht gesucht. Der Trick an der Sache ist, dass die Belichtung so kurz gewählt wird, dass Hintergrundelemente enorm unterbelichtet werden und nur der Vordergrund korrekt belichtet wird. Das erreiche ich durch einen kurzen Verschluss und ein entsprechendes Aufhellen des Motivs mit dem Blitz.

Aufnahmemodus, Motiv und Idee stehen. Dann ran ans Shooting. Doch ein Problem blieb noch:

Riesen Klinge für meine Pranken.

Zu große Finger

Meine Finger sind für eine echte Rasierklinge zu groß, daher habe ich mir eine gebastelt – Dank an Caro für die Unterstützung dabei!

Allerdings war das Teil etwas zu flapprig und ist andauernd in der Mitte abgeknickt. Dennoch ist das erzielte Ergebnis gar nicht so schlecht geworden, finde ich.

Es war übrigens gar nicht so einfach die Klinge genauso zu halten wie es auf dem Cover zu sehen ist. Anyways…

Also habe ich mich dann doch dazu entschieden, eine Aufnahme mit der echten Klinge zu machen. Ich sah schon ein Blutbad vor mir…

British Metal

Ohne einen Tropfen Blut zu vergießen habe ich es geschafft. Und insgesamt habe ich nur zehn Aufnahmeversuche gebraucht. Ich persönlich finde das Projekt gut gelungen; wie sind eure Meinungen?

Daten zum Bild
ISO50, 35mm, f/3.5, 1/160s. Als Aufhellblitz kam ein funkausgelöstes Neewer NW-670 TTL Blitzgerät* zum Einsatz.
Entstanden ist das Bild an meiner Canon EOS 6D Mark II mit dem EF 16-35mm f/2.8L III USM.

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